Autistische Menschen und ihre Familie

Leben in der Mitte der Gesellschaft

Autismus in seinen verschiedenen Erscheinungsformen ist eine Beziehungs- und Kommunikationsstörung. Sie beeinträchtigt die Fähigkeit von Menschen zu anderen ein normales emotionales Verhältnis herzustellen.

Wir sind für autistische Menschen jeden Lebensalters und ihre Familien da. Wir beraten, helfen bei der Früherkennung, bieten autismusspezifische Förderung und Therapien und koordinieren weitere notwendige Hilfen. Dabei arbeiten wir eng mit medizinischen Einrichtungen und entsprechenden Fachärzten zusammen.

Es ist wichtig, dass betroffene Eltern sich mit anderen über ihre Erfahrungen austauschen und gegenseitig unterstützen können. Deshalb helfen wir Eltern in allen unseren Arbeitsbereichen auf vielfache Weise, sich miteinander zu vernetzen.

So unterstützen wir

  • Förderung und Beratung für Menschen jeden Lebensalters
  • Heilpädagogische Eingangs- und Frühdiagnostik
  • Individuelle therapeutische und heilpädagogische Förderung durch TEACCH, PECS und ABA
  • Wahrnehmungsförderung (zum Beispiel Führen nach Affolter, Snoezelen, Matschen, Sensorische Integration nach J. Ayres)
  • Interaktions- und Kommunikationstraining
  • Förderung sozialer Fähigkeiten und der Selbstständigkeit
  • Beratung und Informationstage für Eltern
  • Zusammenarbeit mit medizinischen Einrichtungen sowie Fachärzten für Psychiatrie

Hinweise auf Autismus

Zwischen 0,5 und einem Prozent aller Kinder zeigen Symptome von Autismus. Kinder mit autistischen Störungen haben gewisse Gemeinsamkeiten. Trotzdem ist jedes Kind anders und auch die typischen Symptome können sich ganz unterschiedlich äußern. Aber es gibt Anzeichen, die Eltern zum Anlass nehmen sollten, das Gespräch mit dem Kinderarzt oder einer Beratungsstelle zu suchen.

  • Scheint das Kind kein Interesse am Kontakt mit anderen zu haben?
  • Beschäftigt es sich oft allein?
  • Oder verwendet das Kind oft gleiche Begrüßungsmuster?
  • Ist seine Kontaktaufnahme auffällig?
  • Gelingt sie zu Gleichaltrigen nicht?
  • Meidet das Kind Gemeinschaftsaktivitäten?
  • Oder ist es kontaktfreudig, kann sich jedoch nicht in Gruppennormen einfügen?
  • Spricht es kaum oder mit außergewöhnlicher Wortwahl?
  • Reagiert es auf Situationen nicht angepasst?
  • Oder spricht es exakt oder gar überkorrekt?
  • Verwendet es außergewöhnliche, nicht altersgerechte Wörter? 
  • Führt es oft Monologe?
  • Braucht es im Alltag immer eindeutig formulierte Aufforderungen, um richtig handeln zu können?
  • Oder reagiert es auf Ansprache mit verletzenden Bemerkungen oder auffälligem Verhalten?
  • Ist es gleichzeitig Opfer von Hänseleien?
  • Zeigt es Besonderheiten in Bewegung oder Sprache?
  • Oder beschränken sich seine Interessen über lange Zeit auf technisches, mathematisches oder auswendig gelerntes Wissen?